BayKiBiGesetz

Mit dem neuen Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz ist eine einheitliche Grundlage für alle Formen von Kindertageseinrichtungen der Jugendhilfe und der Tagespflege gebildet (Kindergarten, Krippe, Hort, Kinderhaus, Netz für Kinder).

Kernstück ist die Reform der Finanzierung. Das neue KiBiG sieht kindbezogene Förderung vor. Finanziert wird nicht mehr pro Gruppe, sondern pro Kind. Die Höhe der Finanzierung hängt von der Betreuungszeit und dem Förderbedarf des Kindes ab. Je länger ein Kind in der Einrichtung anwesend ist, desto höher die Förderung (Buchungszeiten).

Das neue Gesetz verlangt von den Einrichtungen regelmäßige Qualitätsverbesserung und –sicherung. Vorgeschrieben werden neben dem neuen Bildungs- und Erziehungsplan, auch regelmäßige Elternbefragungen sowie die Ausarbeitung und Veröffentlichung der Konzeption der Kindertagesstätte.

Bildungs- und Erziehungsziele

Leitziel der pädagogischen Bemühungen ist der beziehungsfähige, wertorientierte, schöpferische und verantwortungsvolle Mensch, der den Anforderungen in Familie, Staat und Gesellschaft gerecht wird.

Daraus ergeben sich folgende Aufgaben an das pädagogische Personal:

  • individuelle Förderung
  • Die Kinder sollen entsprechend ihrem Entwicklungsstand ihre Bildung von Anfang an aktiv mitgestalten.
  • Die Kinder sollen durch ein anregendes Lernumfeld und ganzheitliche Lernangebote anhand der Bildungs- und Erziehungsziele Basiskompetenzen erwerben und weiterentwickeln können.
  • Die Kinder entsprechend ihrer sozialen, kognitiven, emotionalen und körperlichen Entwicklung individuell zu fördern. Sie in ihrem Entwicklungsverlauf zu begleiten und zu beobachten.
  • Die Kinder mit und ohne (drohende) Behinderung nach Möglichkeit gemeinsam zu bilden, erziehen und betreuen sowie darin zu unterstützen, sich mit ihren Stärken und Schwächen gegenseitig anzunehmen.
  • Die soziale Integration fördern und Kinder bei der Entwicklung ihrer Geschlechtsidentität als Mädchen und Buben zu unterstützen und auf Gleichberechtigung hinwirken.
  • Bei der Umsetzung der Bildungs- und Erziehungsziele partnerschaftlich mit den primär für die Erziehung verantwortlichen Eltern und dem Elternbeirat zusammenzuarbeiten.
  • Die Eltern in regelmäßigen Gesprächen über die Entwicklung ihres Kindes zu informieren

Die Kinder zu unterstützen und fördern in

  • der Entwicklung ihrer Persönlichkeit
  • den sozialen und emotionalen Beziehungen
  • der Entwicklung von Werten und ihrer Orientierungsfähigkeit
  • ihren kognitiven, lernmethodischen sowie physischen Kompetenzen (Lernen, wie man lernt)
  • ihrer Bereitschaft zur aktiven Beteiligung an Entscheidungen innerhalb der Kindertageseinrichtung
  • ihrer Neugier
  • ihren Interessen und ihrer Konzentration
  • der Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme
  • ethischer und religiöser Bildung und Erziehung
  • sprachlicher Bildung und Förderung
  • mathematischer Bildung
  • naturwissenschaftliche und technische Bildung
  • Umweltbildung und –erziehung
  • informationstechnischer Bildung, Medienbildung und –erziehung
  • ästhetischer, bildnerischer und kultureller Bildung und Erziehung
  • musikalischer Bildung und Erziehung
  • Bewegungserziehung und –förderung, Sport
  • Gesundheitserziehung

 

⇒Die Kinder sollen die Bildungs- und Erziehungsziele vor allem durch angeleitetes und freies Spiel erreichen

⇒Das pädagogische Personal sorgt für das Wohlbefinden der Kinder.

⇒ Zur Erfüllung der Bildungs- und Erziehungsaufgaben orientieren wir uns an den Inhalten des bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes. Dieser Plan mit zehn verschiedenen Förderschwerpunkten ist auf den Lehrplan der Schule abgestimmt. Der Bildungs- und Erziehungsplan bestärkt uns in unserer bisherigen Zielsetzung und Arbeitsweise und zeigt uns gleichzeitig weitere Möglichkeiten, verantwortungsbewusst eine ausgewogene und ganzheitliche Bildungs- und Erziehungsarbeit zu leisten.